Chorseminar – Bad Brückenau

Am Freitag, 07.09.2018, starteten wir um 08.00 Uhr in der Bepo. Die Abteilung hat uns freundlicherweise wieder einen Dienstbus zur Verfügung gestellt. Unser Manni fuhr auch heuer wieder den Bus und in seiner Eigenschaft als OL und Vorstand begrüßte er auf seine Art und Weise die Sänger. In Schweinfurt nahmen wir dann unsere dortigen Sangesfreunde auf.

Auf der Anfahrt nach Bad Brückenau legten wir im Gasthof Kessler in Reith eine Frühstückspause ein. Auf Vorbestellung gab es wahlweise ein kleines Frühstück bzw. Weißwürste. Hier hatten wir eine gute Stunde Zeit, sich zu unterhalten, auszutauschen und auf das Chorseminar vorzubereiten. Um 11.20 Uhr trafen wir dann am Hotel ein.

Der Hotelchef und sein Team hatten alles gut vorbereitet und die Gästekarten schon ausgedruckt. Dank der professionellen Reisevorbereitung unserer Verantwortlichen ging die Zimmerbelegung reibungslos über die Bühne.

Zu unserem Aufenthalt haben der Zweite Bürgermeister von Bad Brückenau, Jürgen Pfister und der Dienststellenleiter der PI Bad Brückenau, EPHK Herbert Markert, ihren Besuch angekündigt. Horst Assmann stellte beide Herren den Sängern vor. Beide Herren begrüßten den Chor und hießen die Sänger in der Kurstadt herzlich willkommen. Es ist schon was Außergewöhnliches, wenn der Polizeichor Würzburg in einer Kleinstadt wie Bad Brückenau residiert. Für die Zeitung und Öffentlichkeit wurden entsprechende Bilder gemacht.

Anschließend wurde uns das Mittagessen serviert. Während der Hotelchef in der Küche zubereitete, wurde uns von den drei Servicekräften das Mittagessen serviert. Zu jedem Gericht gab es Suppe als Vorspeise und je eine Nachspeise. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, das Essen und zwischendurch auch noch Getränke „an den Mann“ zu bringen. Bei einem Dreigangmenü dauert das halt entsprechend länger, so musste der Beginn der Chorprobe leicht nach hinten verschoben werden. Köstlich schmeckte das Mittagessen allemal und satt ist mit Sicherheit auch jeder geworden. Am Nachmittag das gleiche Prozedere wie bei jedem Chorseminar, während die einen versuchten, der Stimme gute Klänge zu entlocken, vertrieben sich die anderen bei bestem Wetter die Zeit mit Wanderungen, Ortsbesichtigung, Kaffeetrinken usw.

Für 18.15 Uhr war dann das Abendessen vorgesehen. Zwei Auswahlgerichte waren angeboten worden und konnten schon beim Mittagessen ausgewählt werden. Da es ein gemütliches Essen und ein gemütlicher Abend werden sollte, spielte es auch keine Rolle, dass sich das Essen länger hinzog. Zum Essen muss man sich eben Zeit nehmen. Auch unser CL war mit den Leistungen seiner Sänger zufrieden und hielt es am Abend sehr lange aus. Auch an diesem Abend konnten sich die Organisatoren wieder über viele eingehende Spenden erfreuen, was ja insgesamt allen Sängern wieder zugutekommt. Zu einem gemütlichen Abend wurde dann aus Spendengeldern auch Knabbergebäck gereicht.

Da sich die Sänger schon mittags in den bekannten Grüppchen zusammengesetzt hatten, war gute Laune vorprogrammiert und die Lachsalven überall an den Tischen zu vernehmen. Irgendwo vernahm man Laute, die aus der Schweinfurter Ecke oder aus dem Duttenbrunner Bereich stammten.

Zu später Stunde bat uns Servicekraft Jenny, den gemütlichen Abend im Aufenthaltsraum im ersten Stock fortzusetzen. Da sie einen schon sehr langen Arbeitstag hatte und noch Vorbereitungen für das Frühstück treffen musste, verzogen wir uns nach oben.

Samstag, 08.09.2018

Für viele war es eine normale, für einige nur eine kürzere Nacht. Empfangen wurde wir alle von einem opulenten Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Auch hier gaben sich Hotelbesitzer und sein Team wieder alle Mühe. Da die „Basssänger“ heute als erstes an der Reihe waren, kamen die auch als erstes zum Frühstück. Einige „Tenöre“ hielt es auch nicht mehr im Bett und erschienen zum gemeinsamen Frühstücksbuffet.

Von den von unserem Organisations-Team angebotenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wurde an diesem Samstag bei sehr schönem Spätsommerwetter reger Gebrauch gemacht. Die gerade nicht singenden Tenöre oder Bässe brachen in kleinen Gruppen zu Besichtigungen in und um Bad Brückenau auf. So auch am Samstagnachmittag.

Nach dem Mittagessen trafen sich 12 Sänger, um gemeinsam zum „Berggasthof“ Dreistelz zu wandern. Die Entfernung betrug in etwa 4 km, die Gehzeit ca. 1:10 Stunden. Mit von der Partie waren sogar unsere beiden 80jährigen Sängerkameraden Franz Bittner und Eugen Herbst. Beide legten einen forschen Schritt an den Tag, ein Hoch auf diese „Laufleistung“. Am Gasthof Dreistelz musste telefonisch vorbestellt werden, weil sonst nur Hotelbetrieb ist. Die Inhaberin, Frau Wehner, hatte bald alle Hände voll zu tun, um Kaffee, Bier und selbstgebackenen Kuchen zu servieren. Der Zwetschgenkuchen war schön saftig und schmeckte hervorragend. Da wir schon am Gasthof waren, scheuten wir auch den letzten Kilometer nicht, um im Wald stetig ansteigend zu dem Aussichtsturm zu gelangen. Oben angekommen, hatte man einen herrlichen Rundumblick, z. B. auf Bad Brückenau, verschiedene Berggipfel der Rhön und im Süden in ca. 70 km Entfernung die Kühltürme von Grafenrheinfeld. Nach kurzem Aufenthalt machte sich die Gruppe wieder auf den Rückweg zum Hotel.

In der Küche bereitete uns der Chef ein lukullisches Abendessen zu. Wie am Vorabend liefen Bier, Wein und andere Getränke gut die Kehle hinunter. Man plauderte und unterhielt sich in angenehmer Weise. Im Hinblick auf den Auftritt am Sonntag lehrte sich der Gastraum zum späten Abend hin zusehends.

Sonntag, 09.09.2018

Nach einer erholsamen Nacht ging es mit dem reichhaltigen Frühstück weiter. Zu früher Stunde waren schon die meisten Sänger wach. Angesagt war um 09.15 Uhr das Geburtstagsständchen zum 80. für unseren Sänger Franz Bittner. Man merkte genau, dass es für den Franz „das Erlebnis“ war.

Nach Verabschiedung vom Hotelpersonal fuhren wir mit dem Bus zunächst hinüber ins drei Kilometer entfernte Staatsbad Bad Brückenau. Auf der Freitreppe vor dem Gebäude machten wir das obligatorische Gruppenfoto.

Anschließend fuhren wir hinauf zum Kreuzberg, dem „Heiligen Berg der Franken.“ Wir hatten mit den Patres vereinbart, den 11.00 Uhr Gottesdienst mitzugestalten. Schon bald war die Kirche besetzt, viele andere Kirchenbesucher mussten draußen den Gottesdienst mitverfolgen. Da es ein Gedenkgottesdienst für Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste (ASB, BRK, JUH, MHD), BRK-Bergwacht, Wasserwacht und DLRG sein sollte, trafen sich deren Vertreter vor der Kirche zu Gesprächen. Vorsitzender Horst Assmann war in seiner Begrüßungsrede sehr erfreut über das große Interesse an diesem Gedenk-GD und konnte einige VIP`s namentlich begrüßen:

– Bundeswehr Veitshöchheim, Oberstleutnant Wolfgang Hagedorn, 10. Panzerdivision,
– Bezirksfeuerwehrverband (BFV) Unterfranken, KBR Benno Metz, Vorsitzender,
– Landkreis Rhön-Grabfeld, Oberregierungsrat Stefan Helfrich sowie KBI Michael Omert,
– Polizeipräsidium Unterfranken, Polizeivizepräsident Martin Wilhelm und
– III. Bereitschaftspolizeiabteilung, Polizeioberrat Jochen Dietrich.

Pater Georg zelebrierte den Gottesdienst. In seiner Predigt stellte er die Aufgaben und Schwierigkeiten der Behörden treffend in den Vordergrund. Insgesamt war es ein schöner Gottesdienst mit Eucharistiefeier, Orgelmusik und Gemeindegesang.

Der PCW gestaltete den Gottesdienst mit seinen gewohnten Kirchenliedern:

Aus der „La Messa da Sorrento” Kyrie – Gloria – Offertorium – Sanctus;  als Zwischengesang “Jauchzet dem Herrn” von Friedrich Silcher; Zur Hl. Kommunion “Hebe Deine Augen auf” von Mendelssohn-Bartholdy; vor den Schlusslied der Gemeinde den “Lobgesang”von Dimitri Bortnjanskij und nach dem Segen das “Ora pro nobis” von Robert Pappert. Irgendwie hatte es Pater Georg dann eilig, den Gottesdienst zu beenden, es hatten sich für 12:30 Uhr bereits die nächsten Wallfahrer angesagt.

Nach dem Gottesdienst hatte man ausreichend Gelegenheit, sich mit Freunden, anderen Kirchenbesuchern und auch eigens angereisten Ehefrauen und Fördermitglieder zu unterhalten. Herr PVP Wilhelm und Herr POR Dietrich bedankten sich noch einmal für die Einladung und den schönen Gottesdienst. Hierzu ist zu bemerken, dass das Dabeisein dieser beiden Herrn und anderer Polizeikollegen, sowie von Vertretern anderer Behörden, dem Gottesdienst eine besondere Note verliehen hat. Grundgedanke war auch der Gedenkgottesdienst. Man hat dadurch bewiesen, dass der Polizeichor Würzburg als „Kulturbotschafter“ Stellenwert besitzt. Vielen Dank dafür vom Polizeichor Würzburg.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Sänger im eigens für den Chor reservierten Gastraum im „Elisäus“ zum gemeinsamen Mittagessen. Nach dem Verzehr von Kässpatzen, „halben“ und „ganzen“ Portionen Schweinsbraten und Schweinshaxn mussten wir leider wieder an die Rückfahrt denken.

Vielen Dank an alle Sänger für das harmonische Chorseminar, danke an alle, die mitgeholfen haben das Chorseminar so zu organisieren und zu gestalten. Ganz besonders dankte Horst Assmann dem Chorleiter Jürgen Pfarr für sein umfangreiches Schulungsprogramm, welches sehr positiv aufgenommen wurde, sowie dem 1. OrgLtr Manni Stein für seine  ausgefeilte Organisation und wieder für seine Dienste als Busfahrer.

 

Manni Stein

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