Waging a. See

Chorseminar vom 08.09. – 10.09.

Nach wochenlangen Vorbereitungen war es dann soweit. Am Freitag, 08.09.2017, starteten dann die Sänger mit dem BePo-Bus zum diesjährigen Chorseminar nach Waging am See. Nachdem das Klavinova und alle Logistik verladen waren, sollte es um 06.30 Uhr losgehen. Die Abfahrt verzögerte sich allerdings um rund 15 Minuten, weil die Estenfeld/Kürnach GmbH verschlafen und deshalb verspätet eintraf. Dies tat der guten Laune keinen Abbruch; im Gegenteil, das Quartett musste sich gleich in der Frühe einige Kommentare gefallen lassen, was zur allgemeinen Aufheiterung beitrug.

Mit von der Partie waren auch der Alt- und Neusänger Walter Schmitt und Peter Gross.

Nach der Begrüßung im Bus durch unseren ersten Vorsitzenden und einigen organisatorischen Mitteilungen und dem Wort zum Freitag durch den OrgLtr holten wir an der Rastanlage Haidt unsere  beiden Sänger Helmut Lober und Peter Hahn ab. Wie seit Jahren gewohnt chauffierte der Manni den Chor wieder.

Trotz der Verspätung steuerte der Chor zur gut vorbereiteten Brotzeitpause gegen 08.40 Uhr die amerikanische Botschaft McD. oberhalb der Rastanlage Greding an. In gekonnter Manier verstand es der „Duttenbrunner Verpflegungszug“ mit vielen Helfern, ein appetitliches „Buffet“ auf den Tisch zu zaubern. Mit dem frischen „Superweck“ und dem leckeren Leberkäse und einer Patrone „Hofbrüh“ konnte man getrost von einer guten bayerischen Brotzeit sprechen. Einige der koffeinsüchtigen Sänger verzogen sich alsbald ins Innere der Botschaft um Espresso, Latte oder Cafe Crema zu ordern.

Es schien ein gemütliches Kaffeetrinken zu werden, bis ein Sänger gekonnt ein Tablett mit Kaffee durch die Reihen bugsierte, als sich der Riemen seiner Fototasche an einem Stuhl verfing. Das nahm ihm die Kaffeetasse übel und flog in hohem Bogen über die Sänger hinweg, die Tasse barst in tausend Scherben und  der Kaffee ergoss sich über die Mütze eines anderen Sängers und über die Tische. Aber mit dem Wahlspruch: Einer für Alle und Alle für Einen war der Schaden gleich behoben.

Ohne weitere Probleme ging die Reise weiter Richtung Waging. Auch verkehrstechnisch hatten wir viel Glück, ohne Staus kamen wir gut voran. Wettertechnisch war auch alles ok, wir hatten strahlenden Sonnenschein und bayerischen weissblauen Himmel. Wir steuerten die Rastanlage Vaterstetten an um eine weitere kleine Pause einzulegen. Unser Verkehrsscout Stefan Adamski, der im eigenen PKW vorausgefahren war, meldete stehenden Verkehr im Bereich des Inntaldreiecks. So wurde die vom Busfahrer vorgeschlagene Ausweichroute „A“ in die Tat umgesetzt. Wir fuhren über die B 304 über Ebersberg und Wasserburg zu unserem Ziel. So passierten wir auch die Gemeinde Stein an der Traun und die dazugehörige Raubritterburg, zu der uns der Manni einige Informationen gab.

Um 12:45 Uhr hatten wir unser Ziel, das Hotel Unterwirt in Waging am See, erreicht. Der Inhaber, Herr und Frau Kronast, begrüßten uns.

Zum Mittagessen gab es den obligatorischen Schweinsbraten und Serviettenknödeln, gekrönt von einem Hopfentee mit Schaum. Auch durfte hinterher der belebende Kaffee nicht fehlen. Bedienung Rudi und eine weitere Helferin waren voll im Einsatz, um die Sänger hervorragend zu bedienen.

Dank der professionellen Reisevorbereitung unserer Verantwortlichen ging auch die Zimmerbelegung  reibungslos über die Bühne.

Nachdem die Zeit mit Mittagessen und Zimmerbelegung sehr fortgeschritten war, folgte auch eine Programmänderung hinsichtlich des weiteren Programmes. Jürgen gab ein gemeinsames Einsingen in der Kirche bekannt. So war der zeitliche Ablauf vor und danach nicht so stressig. Man hatte dann noch Zeit, die Umgebung und das schöne Wetter zu genießen, was viele Sänger auch umsetzten.

Eine größere Gruppe von uns pilgerte auf direktem Weg zu den Gestaden des Waginger Sees um noch eine Hopfenkaltschale im Spätsommer zu genießen. Auch ein sportlich getunter Sänger stürzte sich unentwegt in die Fluten des Sees.

Obligatorisch ist um 18.30 Uhr das Abendessen angesagt. Statt der Schweinshaxe boten uns die Wirtsleute zwei andere Gerichte an, was auch nicht verkehrt war. Auch an diesem Abend konnten sich die Vergnügungswarte wieder über viele eingehende Spenden erfreuen, was ja insgesamt allen Sängern zugute kommt. Zu einem gemütlichen Abend wurde dann aus Spendengeldern auch Knabbergebäck gereicht.

Samstag, 09.09.2017

Für viele war es eine normale, für einige nur eine kürzere Nacht. Empfangen wurde wir alle von einem opulenten Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Auch hier gaben sich die Wirtsleute und deren Team wieder alle Mühe. Da die „Basssänger“ heute als erstes an der Reihe waren, kamen die auch als erstes zum Frühstück. Einige Tenöre gesellten sich dazu und frühstückten mit. Heute Morgen begann Jürgen mit der Schulung der Bässe. Auch der einzige Nichtsänger des Chores mischte sich unter die „Hallelujah-Sänger“.

Von den von unserem Vergnügungswart-Team angebotenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wurde an diesem Samstag bei (fast) schönem Spätsommerwetter reger Gebrauch gemacht. Die gerade nicht singenden Tenöre oder Bässe brachen in kleinen Gruppen zu Besichtigungen in und um Waging auf. Das gleiche war am Samstagnachmittag zu beobachten.

Großer Anklang fand hier die neu angelegte Beachvolleyballanlage. Sänger und Beacher B. J. nahm das in die Hand und es wurde eine angenehme Angelegenheit. Ansonsten fanden andere auch den Weg zum Strandkurhaus.

Zum Abendessen dann gab es die versprochene Schweinshaxe nebst zwei anderen Gerichten. Schon am Vorabend konnte man sich von der Größe der Haxe überzeugen. Die am Samstag waren nicht klein… Es soll sogar ein Sänger unter uns sein, der gleich zwei Haxen vertilgt hat. Dabei schaut der Kollege gar nicht kränklich aus.

Wie am Vorabend liefen Bier, Wein und andere Getränke gut die Kehle hinunter. Im Hinblick auf den Auftritt am Sonntag lehrte sich der Gastraum zum späten Abend hin zusehends.

 Sonntag, 10.09.2017

Nach einer erholsamen Nacht stärkten wir uns bei dem reichhaltigen Frühstück. Zu früher Stunde waren schon die meisten Sänger wach. Angesagt war um 09.30 Uhr das Einsingen in der Kirche. Zuvor wollten wir noch ein Gemeinschaftsfoto auf der Kirchentreppe machen, aber der Wettergott meinte es heute Morgen gar nicht so nett und ließ es leider regnen. So wurde das Foto im Altarraum der Kirche gemacht. Schon zu Beginn waren Besucher anwesend. Unaufhörlich füllte sich die Kirche. Ist auch verständlich, den Polizeichor Würzburg musste man ganz einfach gehört und gesehen haben.

Pfarrer Ager begrüßte seine Kirchenbesucher und besonders den Chor.

Mit vielen bekannten Kirchenliedern, auch aus der „Missa Sorrentina“, gestaltete der PCW den Gottesdienst in Waging, was von den Kirchengängern mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt wurde. Den Gottesdienst verfolgten ca. 400 Besucher. Noch vor  dem Segen äußerte der Pfarrer, den Chor öfters einladen zu müssen, damit die Kirche voll wird. Zurück im Unterwirt haben wir gegen 12.00 Uhr zu Mittag gegessen. Man merkte aber schon eine gewisse Aufregung beim CL und bei den Sängern. Wie es üblich ist, bekamen die Wirtsleute und ihr Team noch ein Ständchen gesungen. Diesmal war es wieder „La Montanara“. Für das Ehepaar Kronast/Tanner gab es noch zwei CD´s des Chores als Geschenk.

So konnte erst um 13.25 Uhr, nach dem Verladen des Gepäckes, die Rückreise angetreten werden. Unser Staumelder Stefan meldete unterdessen, dass die Autobahn Richtung München bereits überlastet ist. Wir wählten deshalb die geplante Rückreiseroute über die B 20. Leider wurde uns hier verkehrstechnisch ein Streich gespielt, bereits hinter Burghausen gab es Umleitungsschilder, weil im Bereich der B20 Bauarbeiten sind. Doch leider führten diese Umleitungen nicht in die Richtung, in die wir gerne gefahren werden. Doch es gab noch einen „Plan B“, wie wir das Ganze umgehen konnten. Die Strecke führte uns über die B 299 in Richtung Landshut. Weil wir schon seit geraumer Zeit unterwegs waren, hielten wir bei Vilsbiburg abermals bei einer amerikanischen Botschaft an.

An dieser Stelle sei es dem Jürgen gedankt, dass er sich mit einem Navi auch so gut auskennt wie mit seinem Klavier, denn er leistete wertvolle Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Fahrstrecke.

Weiter ging es dann über A 93 an Regensburg vorbei zur Rastanlage Jura, wo wir eine längere Pause einlegten. Von da aus waren es nur noch ca. 160 km nach Würzburg. Helmut und Peter verabschiedeten wir kurz vorher. Gegen 19.30 Uhr waren wir wieder in der BePo.

Bestimmt hat sich während des Chorseminars noch die eine oder andere Anekdote oder Kalauer ergeben, die der Redaktion bis zum Schluss noch nicht bekannt waren.
Dank an dieser Stelle noch einmal dem gesamten Chor für dieses harmonische Chorseminar und Dank an die vielen Helfer, die mitgestaltet und organisiert haben.

 

 

 

 

 

 

Manni Stein

 

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